Modernes Fischereizentrum "De Zaete" in Breskens
Modernes Fischereizentrum "De Zaete" in Breskens (Foto 9/2026)

Das Hafengebiet von Breskens wird seit 2020 grundlegend modernisiert: Das industriell geprägte Gelände zwischen Westhavendam, Westerschelde, Port Scaldis und Keerdam soll ab 2027 ein maritimer, multifunktioneller „Erholungs-Hotspot“ werden. Es entstanden und entstehen moderne Appartementkomplexe mit insgesamt 460 Wohnungen und 840 überdachten Parkplätzen, Gastronomiebetrieben und Geschäften. Das Fischereizentrum wird ab 2027 das Fischereimuseum und Gastronomie sowie den KNRM-Stützpunkt beherbergen; der Jachthafen soll um 100 Liegeplätze vergrößert werden.

Breskens - Modernisierung des Hafengebietes
Bauphasen des Hafenumbaues von Breskens © Gemeinde Sluis

 

Appartement-Wohnungen am Westhavendam

Das bisher industriell genutzte Gebiet am Handelshafen von Breskens wurde in ein maritim geprägtes Wohngebiet umgebaut: 360 Ferienappartements und 100 Dauerwohnungen entstanden auf dem Damm – horizontale weiße, geschwungene Formen und Linien im Design der Gebäude erinnern an ein Kreuzfahrtschiff. Die Wohngebäude wurden als mehrere, zehnstöckige Blöcke geplant, das höchste Gebäude wird ein 72 Meter hoher Wohnturm auf der Spitze des Middenhavendams sein mit Blick auf die Mündung der Westerschelde in die Nordsee und das gegenüberliegende Vlissingen.

 

Dormio Breskens Appartements & Penthouses
Dormio Breskens Appartements & Penthouses

Das den Hafen von Breskens über 30 Jahre ikonisch prägende Getreidesilo mit dem Wandgemälde „Brote & Fische“ („Broden en Vissen“) von Johnny Berens musste den neuen Appartementkomplexen weichen und wird im Hafen von Terneuzen an einem anderen Silo einen neuen Platz finden.

"Brote & Fische"-Wandgemäle Johnny Berens
„Brote & Fische“-Wandgemäle von Johnny Berens 2019

Fischereizentrum „De Zaete“

Das Fischzentrum „De Zaete“ wird das neue maritime Erlebniszentrum im neu gestalteten Hafengebiet von Breskens. Das markante Gebäude mit seinem charakteristischen roten Mauerwerk und der Fassade in Form von wellenförmigen Schuppen liegt am Keerdam. Der Name „De Zaete“ wurde von den Einwohnern der Gemeinde Sluis im Rahmen eines öffentlichen Wettbewerbs gewählt und bezieht sich auf einen historischen, erhöhten Ort im Gezeitenhafen, an dem Schiffe früher bei Ebbe auf Grund liefen, um zu be- und entladen. Der multifunktionale Komplex dient als wichtiger Freizeit-Hotspot für Einwohner und Touristen gleichermaßen und beherbergt verschiedene Einrichtungen ab Frühjahr/Mitte 2027:

  • Fischereimuseum Breskens: Es befindet sich im ersten Stock. Hier können Besucher die maritime Vergangenheit interaktiv entdecken. Eines der absoluten Prunkstücke am Eingang ist ein historischer Kromhout-Motor aus den 1930er Jahren.
    Gastronomie und Einzelhandel: Im Erdgeschoss befinden sich ein Fischgeschäft und ein gemütliches Lokal mit Terrasse.
    KNRM Breskens: Das Zentrum bietet zudem ein brandneues, modernes Quartier für die örtliche Rettungsstation der KNRM.

Vor dem Gebäude wurde ein großer, begrünter Aufenthaltsplatz mit Treppen zum Hafen angelegt, der zum Spazierengehen und Entspannen am Wasser einlädt.

Internationales Segelzentrum

Der bisher schon international angesehen Yachthafen von Breskens soll auf bis zu 1.000 Liegeplätze ausgebaut werden; im bisherigen Fischereihafen entstehen Piers für 100 zusätzliche Liegeplätze für Segeljachten und Motorboote. Auf 5.000 m2 sollen neue Einrichtungen und kleine hafennahe Unternehmen angesiedelt, Lade- und Entladerampen gebaut werden.

Breskens - Jachthafen
Breskens – Jachthafen 2019

 

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9 Kommentare

  1. So langsam reicht es mit den Baustellen in und um Breskens. Wir kommen seit Jahren hierhin aber Urlaub auf der Baustelle macht keinen Spaß, es reicht schon wenn man sieht was in Cadzand passiert. Die drei Häfen in Breskens waren immer was besonderes. Eine Nummer kleiner ist manchmal besser.

  2. Bis jetzt war es ein gemütlicher Ort…aber was man jetzt vor hat ist nicht mehr schön.
    Man siehe Cadzand….😫
    Naja Geld ist Macht😔

  3. Ich schließe mich dem voll und ganz an. Breskens verliert seinen Charme von früher. Alles muss weg für mehr Neubau von Ferienunterkünften. Selbst die Mobilheime im Ferienpark Zeebad Roompot Breskens passen nicht mehr in das Bild vom geplanten Hollywood in Breskens. Zum 31.12.2020 gehen hier die Lichter aus. Es ist eine Schande ….. Geld regiert die Welt

  4. Eine traurige Entwicklung.
    Schon die neuen Hochbauten in Cadzand sind abschreckend.
    Da kann nan als Urlauber ja gleich an die belg.Küste fahren.

  5. Wir kommen seit vielen Jahren nach Breskens. Camping Schoneveld ist vielleicht noch ein Begriff. Es wurde und wird zu viel gebaut und es existiert leider nur noch der Komerz. Es ist schade das Breskens so verschandelt wird. Siehe Cadzand.

  6. Ohhh mein Gott, warum will mann alles schöne und überschauliche zerstören! Wenn man grosse Gebäude möchte, bleibt man in der Grossstadt! Man fährt doch an die Küste nicht wegen Betonbauten !

  7. Ich war erstmals in der 1970ern als Kind mehrfach in Breskens und bin nun seit 15 Jahren wieder regelmäßig hier. Den Wandeln vom einstigen Fischerdorf zum Touristenort mit zu erleben macht schon etwas wehmütig. Die Erschließung immer weiterer Flächen für den Tourismus und die „ewige“ Baustelle Waterdunen sind nicht unbedingt das, was den Ort anziehender macht. Das die Einheimischen andererseits sehen müssen, daß sie ihr Auskommen haben ist auch nur verständlich. Bleibt zu hoffen, daß die Entwicklung nicht in Apartmenthäuserschluchten a lá Cadzand endet. Das hätte das nette Dörfchen nicht verdient.

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